Warum wir Angst vor der Angst haben

31.01.2019 Video-Dauer: 7:21 min Lesedauer: 3 min bereits 6553 Leser

Als wir das Licht der Welt erblickten, hatten wir alles Mögliche: die Windeln voll, Hunger, Durst, den Drang nach Streicheleinheiten, Unbehagen, Unwohlsein, doch eines hatten wir nicht: Angst.

Da aber die Angst bei fast allen Menschen zum ständigen Begleiter geworden ist, sei die Frage erlaubt: woher stammt sie eigentlich? Vertrauen und Zuversicht sind das Gegenteil von Angst, daher hat es den Anschein, dass die meisten Menschen kein Vertrauen in ihr Leben haben. Im neuen Spirit Video geht es um diese Themen. Die Liste der Ängste, mit denen wir uns befassen, ist schier unendlich:

- die Angst vor Krankheiten, wie Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt

- vor der Zukunft

- Eifersucht, Verlust des Partners

- Unfällen

- Tod

- Terror und Krieg

- Arbeitslosigkeit

- Armut

- keinen Partner zu finden

- Einbruch und Diebstahl etc.

Jahr für Jahr geben die Regierungen in regelmäßigen Abständen Terrorwarnungen heraus, die dann als dominierendes Thema von den Medien bei der Berichterstattung übernommen werden.

Dadurch lebt der größte Teil der Menschen in dem Gefühl, dass wir in einer extrem unsicheren Zeit leben. Diese Sichtweise spiegelt sich in dem Ausspruch wieder: „Früher war alles besser…“.

Die Furcht scheint mittlerweile so groß zu sein, dass die Medien das Jahr 2016 sogar als das Jahr der Ängste bezeichneten.  Solche Meldungen geben natürlich den Menschen in ihrer Annahme Recht, dass ihre Angst tatsächlich begründet sei.

Nach dem Gesetz der Resonanz jedoch zieht Angst noch mehr Angst an. Goethe schrieb dazu im Zauberlehrling: „Die Geister, die ich rief, werd ich nicht mehr los.“ Er meinte damit die Gedanken, die uns umkreisen und die Fähigkeit besitzen, Realität zu erschaffen. Demzufolge sollten wir wissen, dass unsere Gedanken wie ein Magnet wirken und selbst das anziehen, was wir eigentlich nicht wollen. Der Grund dafür ist, dass unser Unterbewusstsein keine Verneinungen versteht. Mit anderen Worten, wenn ich zum Beispiel denke: „Ich möchte nicht krank sein“, „Ich möchte meinen Arbeitsplatz nicht verlieren“, „Ich möchte von meinem Partner nicht betrogen werden“ dann hört das Unterbewusstsein genau das Gegenteil. Aus „Ich möchte nicht krank sein“ wird dann „Ich möchte krank sein“ usw.

Diese Thematik findet sich auch schon in der Bibel: „Was ich befürchtet habe, ist über mich gekommen.“ (Hiob, 3,25) und so gibt es auch Menschen, die genau das, was sie nicht möchten, in ihrem Leben erfahren.

Nach dem Gesetz der Resonanz kehren Deine Gedanken, nachdem sie sich manifestiert haben, vervielfacht und verstärkt wieder zu Dir zurück. Liebe zieht Liebe an – Hass zieht Hass an – Angst zieht Angst an. Da die Welt nur ein Spiegel unseres Selbst ist, sollte sich jeder die Frage stellen, was er bislang in seinem Leben angezogen hat. Nach dem Gesetz der Resonanz können wir nur das empfangen, was wir zuvor gesendet haben, nicht zufällig, sondern gesetzmäßig.

Es ist höchste Zeit, dass wir anfangen umzudenken und die Angst gegen das Vertrauen, das wir als Kinder hatten, einzutauschen. Jeder Moment ist einzigartig und ist Teil unserer Welt, sonst würden wir ihn gar nicht so wahrnehmen. Die Wertung und Einteilung in Gut oder Schlecht entsteht nur in unserem Kopf.

Einer der größten Weisheitslehrer des 20. Jahrhunderts Jiddu Krishnamurti lehrte bereits:

„Dein Verlangen nach Sicherheit erzeugt Angst, und es ist diese Angst, die sich der Unterdrückung durch Autoritäten beugt. Die Angst sagt dir nicht, wie du denken sollst, sondern was du denken sollst. Nur wenn du frei von Angst bist, kannst du die Wirklichkeit entdecken.“ 

 

Erkennen – erwachen – verändern

Euer Heiko Schrang

 

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Verwendete Tags:
Angst Gedanken Heiko Schrang

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