Wenn der Mainstream zur Verschwörung wird

19.05.2017 Lesedauer: 4 min bereits 14376 Leser

Immer häufiger erreichen uns in der letzten Zeit Interviewanfragen großer Mainstreammedien. Als Autor des „verschwörungstheoretischen“ Bestellers „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ wurde ich durch den MDR angefragt und sollte ein Interview zum Thema „Neue Weltordnung“ geben:

„Ich bin Fernsehautor und produziere für den Mitteldeutschen Rundfunk einen Film, bei dem ich der Frage nachgehen möchte, warum Menschen glauben, dass es geheime Absprachen von Eliten gibt, um die Bevölkerung unter Kontrolle zu halten. Kurz, warum Menschen an sogenannte Verschwörungstheorien glauben.“

Weiter hieß es in der Anfrage:

„Allerdings gibt es immer mehr Menschen, die behaupten, dass es eine noch größere ‚Verschwörung‘ von Eliten gibt, die eine ‚Neue Weltordnung‘ installieren wollen. Hierzu würde ich Sie gerne interviewen.“

Für den medial Unerfahrenen hört sich das auf den ersten Blick sicher interessant an. Wie Qualitätsjournalismus abläuft, hatte ich jedoch schon unmittelbar nach meiner Rede am Potsdamer Platz im Rahmen der Montagsdemo 2014 erfahren. Durch Journalisten des Spiegels wurde ich auf eine extrem suggestive und penetrante Art angesprochen, mit dem Ziel mich zu diffamieren. Nach ca. 2 Minuten brach ich damals das Interview ab.

Trotzdem war ich offen, mir anzuhören, was den Beitrag des MDR-Journalisten unterscheiden würde, besonders im Kontext all der vielen Dokumentationen, die es schon zu diesem Thema gibt. Meine Grundbedingung für das Interview war aber, dass mein Kamerateam anwesend ist und das komplette Gespräch aufzeichnet. So hätten meine Zuschauer hinterher vergleichen können, was im Fernsehen ausgestrahlt wurde und was ich tatsächlich vor der Kamera sagte. Daraufhin war sofort Funkstille und der bereits vereinbarte Termin wurde nicht eingehalten.

Fast zeitgleich erhielten wir die Anfrage einer Journalistin, die für eine große Zeitung arbeitet und dort regelmäßig publiziert. Ich erkundigte mich bei einem Bekannten, der mit der Journalisten-Szene eng vertraut ist. Dabei kam zum einen heraus, dass diese Zeitung mich bereits als Verschwörungstheoretiker in einem Artikel erwähnt hatte. Außerdem klärte er mich darüber auf, dass die Journalistin maßgeblich an der Diskreditierung Eva Hermans beteiligt war.

Auch hier war meine Antwort, wir können das Interview machen, es wird jedoch durch mein Kamerateam aufgezeichnet und über meinen Youtube-Kanal veröffentlicht. Danach, wie im ersten Fall, wurde der Kontakt sofort abgebrochen.

Gerade bei der Thematik „Neue Weltordnung“ wird in den Mainstreammedien sofort die „Verschwörungstheoretiker“-Keule geschwungen.

Dabei ist interessant, dass ein großer Denker schon vor 85 Jahren das Programm der Neuen Weltordnung genau in einem Roman skizziert hat. Die Rede ist von Aldous Huxley, der dies in dem Zukunftsroman „Schöne neue Welt“ genau beschrieb.

Hauptziel ist „die Kontrolle durch Ablenkung“, so Huxley. Solange die totale Kontrolle und Repression noch nicht vollständig umgesetzt ist, benötigt das Volk Ablenkung und Zerstreuung. Er warnte vor einem Staat, in dem die Bevölkerung nur noch mit Trivialitäten und Klatsch beschäftigt ist. Dadurch ist sie nicht mehr an der Wahrheit und den wirklich wichtigen Informationen interessiert. Der zukünftige Mensch, so Huxley wird mit ununterbrochenem Entertainment und betörenden Sinneseindrücken abgelenkt. Unbemerkt werden dabei nach und nach alle Regularien und Gesetzte abgeschafft, die uns mal geschützt haben. Gerade heute wurde das Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Heiko Maas heiß diskutiert, was den Weg in die Diktatur ebnet. Genau genommen müsste es eigentlich Meinungsfreiheit-Bekämpfungsgesetz heißen, da es Huxleys Vision erschreckend nahe kommt.

Überbegriffe für diese Entwicklung sind „Neue Weltordnung“ und „Weltregierung“. Obwohl er inzwischen geächtet wird und auf diversen „Blacklisten“ im Internet steht, gehört er längst zum politischen Alltag der Eliten:

  • Angela Merkel (2009): „Sind Nationalstaaten bereit und fähig dazu, Kompetenzen an multilaterale Organisationen abzugeben, koste es, was es wolle? […] Es wird so sein, dass ein friedliches Zusammenleben nur mit einer globalen Ordnung […] möglich ist.“
  • Bill Gates (2015): Angesichts der schwerwiegenden Probleme auf der Welt, sei eine globale Regierung „bitter nötig“, so Gates gegenüber der Huffingtonpost: „Gäbe es so etwas wie eine Weltregierung, wären wir besser vorbereitet.“
  • Joe Biden (Vizepräsident Obamas 2014): „Die Aufgabe, die wir jetzt haben, ist eine Neue Weltordnung zu errichten.“
  • Herman van Rompuy (EU-Ratspräsident 2009): „2009 ist auch das erste Jahr der global governance [Weltregierung]“
  • George Bush (1990): „Wir haben vor uns die Möglichkeit, für uns selbst und für zukünftige Generationen, eine Neue Weltordnung zu errichten.“
  • Winston Churchill (1947): „Die Schaffung einer autorativen allmächtigen Weltordnung ist das Endziel, das wir anzustreben haben. […] Ohne ein vereinigtes Europa keine sichere Aussicht auf eine Weltregierung. Die Vereinigung Europas ist der unverzichtbare erste Schritt zur Verwirklichung dieses Zieles.“

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