Heiko Schrang im Interview mit Dr. Yavuz Özoguz

05.03.2014 Lesedauer: 5 min bereits 16735 Leser

Dr. Yavuz Özoguz interviewt Heiko Schrang zu Themen wie Insiderwissen, Machtmissbrauch und das Bewusstsein der westlichen Welt:

MM: Im Titel des Buches werben Sie damit, dass es „Insiderwissen“ wiedergibt. Wie kommen Sie an das „Insiderwissen“?

Schrang: Für politische Hintergrundinformationen habe ich mich schon seit meiner Jugend interessiert und sehr schnell festgestellt, dass in Wahrheit ganz andere Interessengruppen hinter den Politdarstellern stehen. Welche Ziele diese Gruppen verfolgen und wie unliebsame Personen auf mysteriöse Art und Weise ums Leben kommen und kamen, war eine der Triebfedern, die zur Entstehung des Buches beigetragen haben. In den letzten Jahren haben sich immer wieder Leute an mich gewandt, die wussten, dass ich heiße Eisen anfasse.

MM: In Ihrem Buch gehen Sie detailliert darauf ein, dass die Privatbank namens Federal Reserve Bank (FED), gegründet unter den Einfluss von Rothschild und Rockefeller, sich das Recht geschaffen hat, eigenes Geld zu rücken so viel sie wollen. Und das ist seit über 100 Jahren der Fall mit der Auswirkung von astronomischen Schulden, die die USA haben. Warum hat es seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland lang keinen ernsthaften Widerstand gegen diesen offenkundigen Machtmissbrauch gegeben zumal er doch auch Deutschland schadet?

Schrang: Das System der FED basiert darauf, dass Geld nichts weiter als eine Illusion und durch nichts gedeckt ist (fiat money system). Es existiert ausschließlich durch das Vertrauen, dass die nichts ahnende Bevölkerung ihm entgegen bringt. Letztendlich läuft es heute genauso ab wie damals, es geht nur um den eigenen Machterhalt, der das jetzige System sowie Selbstbereicherung, Steuerverschwendung in Milliardenhöhe aufrechterhalten soll.

Da Politik und Hochfinanz eng miteinander verwoben sind, gibt es aus der Sicht der „Eliten“ keinen Grund etwas an diesem System zu ändern, da sie die Nutznießer davon sind. Henry Ford hatte es schon treffend formuliert: „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

MM: Die FED hat zwei Weltkriege miterlebt und manche glauben, dass wir bereits im Vorfeld eines dritten Weltkrieges stehen. Warum ist die Rolle mancher Geldgeber in den Weltkriegen (und auch heute) ein so heikles Thema, dass man es nur mit Samthandschuhen anfasst. Schließlich könnte der am meisten verschuldete Staat USA nicht weiterhin so viele Kriege führen, wenn es nicht Geldgeber gäbe!?

Schrang: Das gilt nicht nur für die USA, sondern für die ganze Welt. Wenn man die Geschichte der letzten 200 Jahre betrachtet, stellt man fest, dass hinter den inszenierten Konflikten immer dieselben Financiers stecken. Mittlerweile haben die internationalen Bankiers die Staaten der Welt fest im Griff und haben es geschafft, dass fast jedes Land der Welt bei ihnen verschuldet ist. Demzufolge muss jedes Land, was einen Krieg führen will, sich von ihnen Gelder leihen, die später durch die eigenen Bürger in Form von Steuern zurückgezahlt werden müssen.

MM: Sie entlarven eindrucksvoll, dass das bestehende Geldsystem auf Zins und Zinseszins gründet? Nun ist seit Tausenden von Jahren in allen Religionen (zumindest in deren Urschriften), der Zins eine schwere Sünde. Warum hat sich das Bewusstsein diesbezüglich zumindest in der Westlichen Welt nie richtig entwickeln können?

Schrang: Die Triebfeder für das Zins und Zinseszins-System ist die Gier. Aufgrund des Bewusstseinswandels, der im vollen Wandel ist, gibt es heutzutage mehr Alternativen zum Zins- und Zinseszins-System als jemals zuvor. Nur findet man diese Lösungen nicht in den Mainstream-Medien, die Hand-in-Hand mit Politik und Hochfinanz gehen.

MM: Wenn – wie Sie in Ihrem Buch einen Börsenhändler zitieren – heutzutage nicht die Regierungen die Welt beherrschen, sondern Goldman Sachs, welchen Ausweg sehen Sie aus diesem Dilemma?

Schrang: Wir suchen schon zu lange vergeblich im außen die Lösung für alle unsere Probleme. Im Buddhismus sagt man, dass Gier, Neid und Unwissenheit das ewige Rad der Wiedergeburten im Gang hält. Mit anderen Worten: Die Veränderung kann nur im Inneren beginnen, bei jedem Einzelnen.

MM: Kennedy wurde Ihrer Ansicht nach ermordet unter anderem dafür umgebracht, dass er die private FED durch eine staatliche Zentralbank ersetzen und den Atomwaffen in Israel Einhalt gebieten wollte. Und in ihrem Buch kommen auch andere Politiker (z.B. Herrhausen, Barschel, Möllemann) vor, die des unnatürlichen Todes gestorben sind. Wie gehen Sie mit dem Vorwurf um, Verschwörungstheoretiker zu sein?

Schrang: Der Begriff „Verschwörungstheorie“ wird gerne vom Establishment und den Mainstream-Medien als Keule benutzt, um gegen die vorzugehen, die an ihren Fundamenten rütteln. In meinem Buch animiere ich die Leser zum kritischen Hinterfragen von vorgegebenen „Tatsachen“, wie beispielsweise, warum das in der Presse veröffentliche Tatortfoto des toten Uwe Barschels in schwarz-weiß war und nicht in Farbe. Oder warum wird in der Presse nicht über die Zeugen gesprochen, die auf mysteriöse Art und Weise ums Leben kamen? Diese sind wichtige Puzzleteile im Gesamtbild der Ereignisse, so auch beim Kennedy-Attentat, Barschel und vielen anderen ähnlich gelagerten Fällen.

MM: Im Untertitel des Buches heißt es „erkennen – erwachen – verändern.“ Immer wieder steht der „Normalbürger“ vor der Frage, wie er denn diese grundlegenden Verhältnisse der Welt verändern kann nachdem er erkannt hat und erwacht ist. Was ist Ihr Rezept?

Schrang: Wir leben in einer Zeit des Erwachens, der Transformation, in der immer mehr Menschen erwachen aus dem Traum, der Unwissenheit heißt. Sie erkennen, dass das was ihnen die Politik und Gesellschaft als Wahrheit verkauft hat, nicht der Wahrheit entspricht. Das ist für viele schwer zu verdauen, es bietet aber auch die große Chance, etwas im Leben zu verändern. Die Veränderung beginnt im Hier und Jetzt bei jedem selbst.

MM: So sehr Ihre Wahrnehmung bezüglich des Bewusstseinswandels in der Welt an vielen Beispielen verdeutlicht werden kann (Befreiungstheologie in Südamerika, Islamische Revolution im Iran mit antikapitalistischen Ansätzen, was zum Rauswurf aus dem weltweiten Bankensystem geführt hat, Rückbesinnung auf Religionen in Asien und Afrika usw..), so sehr scheint das Volk der Dichter und Denker resistent zu sein gegenüber einer konstruktiven Neuausrichtung. Sollen alle Deutsche Buddhisten werden, damit sie frei kommen von der Gierwirtschaft?

Schrang: Jeder sieht nur das, was er sehen will. Ein wichtiger Bestandteil meines Buches ist die These, dass jeder Mensch sich seine Welt mit seinen Gedanken erschafft. Es gibt nämlich keine objektive Welt, die Welt ist immer abhängig vom Betrachter. In meiner Welt sehe ich sehr viele Menschen, die erwacht sind und die erkannt haben, dass die Gier und der Neid nur Hinderungsgründe bei ihrer persönlichen Entwicklung sind. Sei Du selbst die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst, sagte bereits Mahatma Gandhi.

MM: Wie sieht ihr nächstes Projekt aus?

Schrang: Gerade haben wir mit dem bekannten Schauspieler Horst Janson die Aufnahmen für das Hörbuch im Tonstudio abgeschlossen. Das Hörbuch wird in den nächsten 4 Wochen erscheinen (Bestellung unter: Hörbuch ).

Wir sind dankbar, dass wir jetzt auch die große Nachfrage nach dem Buch für die nicht deutschsprachigen Leser befriedigen können. Das englische E-Book erscheint am 10.03.2014.

Ebenfalls wird das zweite Buch „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen 2“ im Sommer 2014 erscheinen.

MM: Herr Schrang, wir danken für das Interview.

 

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